
© Puckfans.at/Andreas Robanser
Die KHL World Games sind zurück! Nach Wien, Zürich, Davos und Tallinn wurde am 3. Dezember Dubai – die grösste Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate – Austragungsort des im Jahr 2018 ins Leben gerufene KHL-Projekts.
Avangard Omsk, aktuell auf dem fünften Platz im Osten, empfing bei sommerlichen Temperaturen Ak Bars Kazan, das aktuell auf dem dritten Tabellenrang hinter Metallurg und Traktor steht.
Für perfekte Bedingungen war gesorgt und damit stand dem dritten Duell dieser beiden Teams in dieser Saison nichts mehr im Wege. Die beiden ersten Spiele konnte Ak Bars in Kazan mit 3:2 und 2:1 jeweils für sich entscheiden. Die schwedische Torhüter Legende Henrik Lundqvist sah im Startabschnitt eine sehr aktive Mannschaft aus Kazan, die jedoch zwei Überzahlmöglichkeiten ungenutzt ließen. Dabei hatten Daniil Tarasov und Steven Kampfer gute Möglichkeiten. Die größte Chance auf den Führungstreffer für Ak Bars hatte aber in der 11. Minute Artyom Lukoyanov nach einem Ilya Safonov Zuspiel. Avangard Tormann Simon Hrubec war aber erneut auf seinem Posten. In der 17. Minute konnte dann Avangard Omsk erstmals volle zwei Minuten in Überzahl agieren und sofort hatte das beste Powerplayteam der Liga durch Peter Cehlarik auch gleich eine ganz große Einschussmöglichkeit.
Als sich in der 30. Minute Ak Bars in der offensiven Zone behauptete und den Puck behielt, lenkte Artyom Galimov einen Schuss aus der Drehung von Nikita Dynyak zwischen den Schonern von Simon Hrubec hindurch zum 0:1. Damit erzielte Galimov das erste KHL-Tor in Dubai.
First of many hockey goals in Dubai 🇦🇪.#KHLWorldGames pic.twitter.com/ekkl3SgAtY
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Eine Strafe wegen hohen Stocks gegen Steven Kampfer brachte Avangard aber nicht in die Erfolgsspur zurück. Avangard kam im Powerplay zwar zu Chancen, doch die zwingenden Aktionen blieben aus. Damit ging Ak Bars mit einer knappen Führung in die zweite Drittelpause.
Ak Bars war auch im Schlussdrittel das gefährlichere Team. Bereits in der 44. Minute setzte sich Ak Bars hinter der gegnerischen Torlinie fest und erkämpfte sich der Puck. Kirill Panyukov legte backhand auf Steven Kampfer vor, der nur noch einschieben brauchte. 0:2 für das Team von Dmitry Kvartalnov. Avangard nahm trotz einigen guten Chancen wenig später erneut eine unnötige Strafe und damit lief die Zeit langsam gegen das Team von Bob Hartley. Avangard überstand die Unterzahl und war wieder komplett. Ein Fehler im Spielaufbau von Kirill Gotovets sorgte dafür, dass Ak Bars an der offensiven Linie erneut an die Scheibe kam. Artyom Lukoyanov passte zur Mitte auf Mikhail Glukhov, der Torhüter Hrubec keine Chance liess und zum 0:3 einschoss.
Lukoyanov ➡ Glukhov ➡ 🚨#KHLWorldGames pic.twitter.com/vwYyzhvT7R
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Avangard kam aber doch noch in den Genuss eines Powerplays rund acht Minuten vor Schluss. Nikolai Prokhorkin traf dabei den Pfosten. Eine weitere Hereingabe nach vorne landete knapp neben dem Torgehäuse. Zu Guter Letzt war der 28-jährige Prokhorkin der entscheidende Passgeber auf Nikita Soshnikov, der für den letzten KHL-Champion den Ehrentreffer mit einem sehenswerten Hocheckschuss markierte.
Nikita Soshnikov puts it home.#KHLWorldGames pic.twitter.com/7etTLDAaMM
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Avangard kämpfte weiter und Bob Hartley nahm 62 Sekunden vor Schluss sein Time-out und seinen Goalie vom Eis. Ak Bars liess nichts mehr anbrennen und brachte den Vorsprung über die Zeit. Ak Bars Kazan kommt mit dem Sieg näher an Traktor Chelyabinsk heran, während Avangard Omsk weiterhin klar auf dem fünften Platz verbleibt und Sibir Novosibirsk im Nacken spürt.
Avangard Omsk Head Coach Bob Hartley: „Abgesehen vom Ergebnis des Spiels war die Veranstaltung großartig. Alles war perfekt organisiert. Avangard wurde besiegt, aber heute war ein großer Sieg für das gesamte KHL Hockey. In der zweiten Hälfte des ersten Drittels war unser Spiel besser. Wir haben super Penalty Killing gespielt aber deswegen konnten wir die Initiative nicht ergreifen. Unsere Schüsse fanden heute nicht ins Ziel, die Jungs konnten das Tor in keinster Weise treffen.“
Ak Bars Head Coach Dmitry Kvartalnov: „Es war ein gutes Spiel. Der erste und dritte Spielabschnitt waren ziemlich gut für uns. Im Zweiten haben wir einige Strafen kassiert aufgegriffen und die Initiative abgegeben Timur Bilyalov hat uns im Spiel gehalten. Diese Reise ist für uns ein Erlebnis. Aber alle Teams haben die gleichen Bedingungen. Bei uns hat alles gut geklappt.“
Ein anderes Topspiel ereignete sich im verschneiten St. Petersburg, als SKA Jokerit in Empfang nahm. Bereits nach gut sechs Minuten eröffnete Anton Burdasov das Skore für SKA. In der 27. Minute glich Julius Junttila für die Joker aus. Doch SKA St. Petersburg stellte Danila Moiseyev die Führung für die Armeemannschaft wieder her. Andrei Kuzmenko sorgte mit dem Tor zum 3:1 für den Endstand und für die erste Niederlage der Joker nach zuvor zwei gewonnenen Spielen.
In Podolsk traf der HK Vityaz auf Dinamo Minsk und der Gastgeber traf durch Topskorer Niko Ojamaki bereits nach nicht einmal drei Minuten zur Führung für die Ritter. Taylor Beck stellte nach 52 Sekunden im Mitteldrittel den Ausgleich her. Nur 76 Sekunden später war es Kirill Rasskazov, der Vityaz wieder in Führung brachte. Noch vor Spielhälfte glich Dinamo Minsk erneut aus. Im Schlussabschnitt gab es die Kehrtwende für die Bisons, als Mattias Tedenby in der 49. Minute das 2:3 markierte. In der 56. Minute gelang Kirill Voronin gar das 2:4 und dieser traf schliesslich auch ins verlassene Vityaz-Tor zum deutlichen Auswärtssieg der Minsker.