AV19 Fehervar gewinnt gegen HC Innsbruck mit 3:2 und schlägt damit die Haie erstmals wieder nach vier Niederlagen.
Dornbirn gewinnt bei Medvescak Zagreb.
Das Spiel nahm von Anfang an Tempo auf und Fehervar-Goalie Carruth musste gleich zupacken. In der zweiten Minute gingen dann die Hausherren durch Luttinen in Führung, doch Innsbruck war um eine schnelle Antwort bemüht. Doch Carruth zeigte sich sehr sicher, auf der Gegenseite musste Rene Swette gegen Koger und Gilbert eingreifen. Nach knapp zehn Minuten vergab John Lammers die beste Chance der Gäste und kurz darauf scheiterte auch Ondrej Sedivy nach einem Konter. Das einzige Powerplay im ersten Drittel ließ Fehervar ungenützt und kurz vor Drittelende wurde es dann im eigenen Drittel noch einmal gefährlich: Jeff LoVecchio vertädelte den Puck vor dem eigenen Tor doch Carruth sprang für seinen Teamkollegen in die Bresche.
Gleich nach Wiederbeginn war Swette zur Stelle, als Gilbert alleine auf ihn zulief. Auch die zweite Überzahl verlief aus ungarischer Sicht nicht nach Wunsch, diesmal profitierte Andrew Yogan sogar von einem Abwehrfehler und erzielte in Unterzahl den 1:1-Ausgleich. Die Hausherren waren dennoch das aktivere Team und kamen durch Gilbert, Hari und Latendresse zu Chancen – Tore wollten aber zunächst keine gelingen. Auch zwei weitere Powerplays verliefen erfolglos, weshalb es nach 40 Minuten beim Unentschieden blieb.
Zu Beginn des Schlussabschnitts kamen die Gäste zur ersten Überzahl, bei der Vincze einen gefährlichen Schuss von Ouellet-Blain blockte. In weiterer Folge gab es Chancen auf beiden Seiten, bis Antonin Manavian von der blauen Linie erfolgreich war – 2:1 für Fehervar. Goalie Carruth hielt diese Führung gegen Spurgeon und Clark fest. Nachdem Yogan auf die Strafbank musste, schlugen die Hausherren durch Manavian doch noch in Überzahl zu. Fünf Minuten vor dem Ende waren die Gäste im Pech, als Guimond nur die Stange traf. Innsbruck-Coach Rob Pallin nahm Swette in einer Schlussoffensive aus dem Tor und wurde belohnt. Der Treffer von Spurgeon zehn Sekunden vor Schluss kam aber zu spät. Während Fehervar einen Platz gutmachte, rutschte der HCI auf Rang sechs ab.
Zagreb startete engagiert in die Begegnung, Saso Rajsar und Ivan Jankovic feuerten die ersten Schüsse in Richtung Rasmus Rinne, der sich sicher zeigte. Doch auch Zagreb-Goalie Kevin Poulin war auf dem Posten, als er von Brodie Reid geprüft wurde. Etwas entgegen dem Verlauf der Anfangsphase ging Dornbirn nach acht Minuten in Führung, als Jamie Arniel im Slot erfolgreich war. Das Momentum war nun bei den Bulldogs, die fortan mehr vom Spiel hatten. Matt Fraser kam zur besten Chance auf den nächsten Treffer, Poulin war aber mit einem tollen Save zur Stelle.
Die Kroaten kamen neu organisiert aus der Kabine und kamen dem Ausgleich nahe. Zuerst verpasste Samson Mahbod eine Direktabnahme und dann scheiterte Netik in Überzahl. Direkt nach Ablauf der Strafe erhöhten die Gäste – Martin Grabher Meier bediente Arniel, der aus kurzer Distanz seinen zweiten Treffer des Abends erzielte. Dornbirn gab nun wieder den Ton an und einzig Poulin verhinderte einen höheren Rückstand der Gastgeber. Nach 32 Minuten hatte aber auch der Zagreb-Goalie keine Chance, als Dustin Sylvester einen Konter zum 0:3 abschloss. In der dritten Überzahl schlugen dann aber die Hausherren durch Marko Poyhonen zu. Beinahe hätte Rajsar noch ein weiteres Tor aufgeholt, er scheiterte aber an der Stange.
Die Bären waren in der zweiten Periode zu beginn besser. Samson Mahbod verfehlt mit einem One.Timer knapp das Totr. Das erste Powerplay des Spiels folgte, aber Netik konnte das Tor von der linken Seite nicht treffen. Direkt nach der Strafe, trafen die Bulldogs. Martin Grabher Meier fand Arniel alleine im Slot, der aus nächster Nähe keine großen Probleme hatte. In der 28. Minute hatte Dornbirn noch eine riesige Chance, doch Poulin klärte mit einem tollen Save. Medvescaks Torhüter war das Einzige, das die Heimmannschaft im Spiel hielt, sie hätten es leicht 0:4 stehen können. In der 32. Minute folgte das 3:0, nach einem Zagreb Fehlpass in der neutralen Zone nutzte dies Dustin Sylvester ganz alleine. Medvescak gelang es dann endlich auf die Anzeigentafel, als Marko Poyhonen einen Abpraller verwandeln konnte. Dornbirn dominierte im zweiten Abschnitt und hätte höher als 3: 1 Führung können.
Das dritte Drittel war nur 60 Sekunden alt, als Ziga Pance die Drei-Tore-Führung wiederherstellte. Knapp zwei Minuten später brachte Poyhonen mit seinem zweiten Powerplay-Treffer etwas Spannung zurück, wirklich eng wurde es aber auch wegen Rinne nicht mehr: Der DEC-Schlussmann behielt gegen Jankovic die Oberhand. In der 48. Minute bejubelte dann auch Pance seinen Doppelpack, womit die Partie entschieden war. Die Fans bekamen zwar noch einen Faustkampf zwischen Rajsar und Wolf zu sehen, weitere Tore wollten aber keine mehr fallen. Die Vorarlberger verteidigten den 5:2-Vorpsrung geschickt bis zur Schlusssirene.