Finnland schlägt Ungarn 7:1

IIHF World Championship 2023 HUN – FIN
Mikko Lehtonen #4, Teemu Hartikainen #70, Tamás Pozsgai #4
Nokia Arena, Tampere © Puckfans.at / Andreas Robanser
Das finnische Team unterschätze heute den Aufsteiger Ungarn nicht und gewann am Ende verdient mit 7:1.

Für die Finnen (3. nach vier Spielen mit 7 Punkten), die einen der ersten beiden Plätze in ihrer Gruppe erreichen mussten, um im Viertelfinale ein Heimspiel zu haben, war ein Sieg Pflicht. Der amtierende Weltmeister musste sich aber steigern, da er in den vorausgegangenen Spielen eher zurückhaltend, fast lustlos wirkte. Die Ungarn (7. mit zwei Punkten) hingegen waren nicht zu unterschätzen, da sie unbekümmert aufspielen konnten – sie hatten nichts zu verlieren! Aber alles andere als ein klarer finnischer Sieg wäre wohl eine Sensation gewesen!

Bence Bálizs #1, Harri Pesonen #82, Juho Lammikko #91, Nandor Fejes #44 ,IIHF World Championship 2023 HUN – FIN, Nokia Arena Tampere © Puckfans.at / Andreas Robanser

Nach fast fünf Minuten die erste große Chance für Ungarn, als Balazs Sebok die Scheibe nicht richtig kontrollieren konnte. Aber die Finnen hatten auch ihre Chancen – Sakari Manninen scheiterte, Mikko Rantanen und Teemu Hartikainen zielten knapp vorbei – Bence Balizs im Tor der Osteuropäer konnte sich über mangelnde Arbeit nicht beklagen. Ein Schuss nach dem anderen wurde auf sein Tor abgefeuert. Die Uhr stoppte bei 12:52, als das erlösende erste Tor für Finnland gefallen war. Mikko Lehtonen hatte von halbrechts abgezogen und fand eine winzigen Spalt zwischen dem Pfosten und den Schonern von Balizs – 1:0. Die Arena bebte – aber auch der ungarische Block feierte. In der letzten Minute zeigte der letzte Mann der Magyaren noch mal sein ganzes Können, als er innerhalb von wenigen Sekunden drei Schüsse aus kürzester Distanz entschärfte. Mit einem für Ungarn respektablen 0:1 baten die Schiedsrichter zum ersten Pausentee.

IIHF World Championship 2023 HUN – FIN
Jussi Olkinuora #45, Sakari Manninen #65, János Hári #62, Atte Ohtamaa #55, Teemu Hartikainen #70
Nokia Arena, Tampere © Puckfans.at / Andreas Robanser

Das Mitteldrittel begann mit einem Powerplay für Finnland bei „5 gegen 5“. Als Finnland dann auch noch einen Spieler mehr auf dem Eis hatte, fiel das 2:0! Der NHL-Ranger Kaapo Kakko fackelte nicht lange und vollstreckte eine Vorlage von Joel Armia (23:09). Alles schien seinen Lauf zu nehmen! Es dauerte aber nicht lange, knapp 3,5 Minuten, als Ungarn doch völlig überraschend den Anschlusstreffer erzielte. Einen von der Blauen Linie abgefeuerten Schuss des Defenders Tamas Pozsgai drückte Balazs Sebok zur großen Freude der ungarischen Fans über die Torlinie – nur noch 2:1 (26:46) und der Jubel der Fans kannte keine Grenzen! Der Treffer zeigte auch Wirkung, die Finnen wirkten angeschlagen und verunsichert. Immer wieder tauchten die Ungarn vor dem Metallkasten der Finnen auf und sorgten für so manches Raunen im Publikum. Niemand hätte sich beklagen können, wäre in dieser Phase der Ausgleich gefallen. Pause!

IIHF World Championship 2023 HUN – FIN
Kasperi Kapanen #42, Bence Bálizs #1, Juho Lammikko #91
Nokia Arena, Tampere © Puckfans.at / Andreas Robanser

Der letzte Abschnitt war gerade einmal 51 Sekunden alt, als A Ohtamaa einen schönen Querpass von Rantanen zum 3:1 von halblinks in den linken oberen Winkel jagte. Nun waren die Skandinavier in ihrem Element – nur 150 Sekunden später vollstreckte Hartikainen einen schnellen Spielzug über Rantanen und Lehtonen zum 4:1 (43:24). Die Magyaren wurden schwindelig gespielt! Kasperi Kapanen kannte weitere drei Minuten später keine Gnade, als er eine Vorlage von Kakko eiskalt rechts unten im Tor unterbrachte – 5:1 (46:20). Nach diesem kleinen Zwischenspurt schienen sich die Gastgeber erst einmal zufrieden zu geben, erspielten sich aber trotzdem noch Chancen. In der 55. Spielminute schoss Waltteri Merela vom oberen Ende des Bullykreises auf und in das Tor – 6:1 (54:42). Die Scheibe schlug neben dem linken Pfosten ein. Den Schlusspunkt setzte Armia, der in das Angriffsdrittel eindrang, die Ungarn wie Slalomstangen umkurvte und dem guten Balizs keine Chance ließ – 7:1 (59:01).
Im Anschluss an die Nationalhymne der siegreichen Finnen, feierten die Ungarn erneut ihr Team, indem sie dem auf dem Eis stehenden Team die ungarische Hymne sangen!

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HUN – FIN 1:7